Eine kleine Einführung in CMMI

Veröffentlicht auf 16. Juni 2008

CMMI (Capability Maturity Model Integration) dient zur Bewertung und Verbesserung von Prozessen auf Organisationsebene.

CMMI besitzt ein stufenförmiges und ein kontinuierliches Bewertungsmodell.
Das stufenförmige Modell dient zur Bewertung der gesamten Organisation.
1 - Initial
2 - Gemanagt
3 - Definiert
4 - Quantitativ gemanagt
5 - Optimierend

Das kontinuierliche Modell dient zur Bestimmung der Fähigkeiten einzelner Prozesse.
0 - unvollständig
1 - durchgeführt
2 - gemanagt
3 - definiert
4 - quantitativ gemanagt
5 - optimierend

Die Aktivitäten sind in 4 Bereiche gegliedert:

 

  • Projektmanagement
    Projektplanung, -verfolgung, -steuerung, Risikomanagement etc.

 

  • Prozessmanagement
    Prozessverbesserung, Training, Innovation und Verbreitung etc.
  • Engineering
    Anforderungsmanagement, Technische Umsetzung, Integration, Verifikation, Validierung etc.
  • Supportprozesse
    Konfigurationsmanagement, Messung und Analyse, Produktqualitätssicherung etc.


Für alle Prozessbereiche existieren Ziele, die wiederum Praktiken für die Umsetzung enthalten.
Diese Praktiken enthalten detaillierte Beschreibungen der Ausführung und benennen Arbeitsergebnisse und Teilpraktiken.
Des Weiteren existieren „Best Practices“, die allgemeine Hilfen zu den Prozessbereichen geben.

SCAMPI (Standard CMMI Appraisal Method for Process Improvement)

 

  • Class A Appraisal
    Hoher Aufwand, zuverlässig, 3 Nachweisquellen, zur Reifegradbestimmung.
  • Class B Appraisal
    Mittlerer Aufwand, weniger genau, 2 Nachweisquellen. Prozessanalyse: Stärken, Schwächen
  • Class C Appraisal
    Geringer Aufwand, 1 Nachweisquelle, Beobachtung der Prozessverbesserung


Um einen bestimmten Level der stufenförmigen Darstellung erreichen zu können, müssen jeweils bestimmte Anforderungen erfüllt werden:
2 - Gemanagt:

 

 

Anforderungsmanagement, Projektplanung, Projektverfolgung und -steuerung, Management von Lieferantenvereinbarungen, Messung und Analyse, Qualitätssicherung von Prozessen und Produkte, Konfigurationsmanagement

3 - Definiert:

 

 

Anforderungsentwicklung, Technische Umsetzung, Produktintegration, Verifikation, Validierung, organisationsweiter Prozessfokus, organisationsweite Prozessdefinition, organisationsweites Training, Integriertes Projektmanagement, Risikomanagement, Entscheidungsanalyse und -findung

4 - Quantitativ gemanagt:

 

 

Performance der organisationsweiten Prozesse, Quantitatives Projektmanagement

5 – Optimierend:

 

 

Organisationsweite Innovation und Verbreitung, Ursachenanalyse und Problemlösung


TSP und PSP beschleunigen die Einführung von CMMI.
TSP beschäftigt sich mit Teammanagement.
PSP mit dem strukturiertem und prozessorientiertem Arbeiten auf Mitarbeiterebene.

Weitere Informationen zu CMMI gibt es auf der Homepage des SEI unter http://www.sei.cmu.edu/cmmi/general/
Einen interessanten Überblick über CMMI bietet das CMMI Poster von MethodPark unter http://www.methodpark.de/cmmi-poster/ oder von wibas unter http://www.wibas.de/e18/e2692/e70/e1155/cmmi-poster_700px_de.jpg

Einen Buchtipp finden Sie auf meiner Buchempfehlungsseite.
Ein kostenloses pdf unter http://www.sei.cmu.edu/cmmi/translations/german/index.html

 

 

 

 

 

Buchtipps:

Capability Maturity Model Integration
Titel: CMMI: Richtlinien für Prozess-Integration und Produkt-Verbesserung
Autor: Mary Beth Chrissis, Mike Konrad, Sandy Shrum
Verlag: Addison-Wesley
Das Originalbuch ins deutsche übersetzt. Mein Tipp!

Titel: CMMI: Verbesserung von Software- und Systementwicklungsprozessen mit Capability Maturity Model Integration
Autor: Ralf Kneuper
Verlag: Dpunkt
Fachbuch mit detaillierten Informationen

Weitere Bücher zu Capability Maturity Model Integration

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #CMMI

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