Das A Modell :)

Veröffentlicht auf 24. Oktober 2011

Das A Modell ist ein aus der Praxis heraus gewachsenes Modell, das sich in Firmen ohne geordnete Strukturen, aber mit viel Zeitdruck etabliert hat.


Das Ziel dabei ist, bevor man weiß was zu tun ist, schon so viel wie möglich erledigt zu haben. Einige „Experten“ sehen im A-Modell auch eine Umkehrung des V-Modells. Das A Modell dreht das V Modell um 180 Grad und beginnt somit mit der Implementierungshase. Zwischen System und Software wird nicht unterschieden, da beides parallel stattfindet und zum Schluss mittels einer BigBang-Strategie integriert wird.
Auf dem linken Zweig werden in der zweiten Phase Anforderungen definiert und analog zur Implementierung entwickelt. Auf dem rechten Zweig werden erste Modul Testfälle erstellt.
In der dritten Phase kommt links die Architektur hinzu, die aus der Implementierung abgeleitet wird. Auf dem rechten Zweig werden Systemtests erstellt.
Zuletzt werden auf dem linken Zweig fehlende Vorgaben ergänzt und alle bisherigen Dokumente so weit wie möglich überarbeitet, auf der rechten Seite werden fehlende Projekt- und Abnahmedokumente erstellt.

 

Aufbau:
                                                Implementierung
                             Anforderungen                Modultest
                   Architektur                                               Systemtest
Vorgabendokumente                                                             Abnahmedokumente

 

Die Phase 1 wird dabei regelmäßig durchgeführt, Phase 2 im Abstand von mehreren Wochen, Phase 3 erst im fortgeschrittenen Stadium in Monatsintervallen und Phase 4 nur bei Bedarf und Zeit, kurz vor Projektabschluss.

 

Wer solche Projekte des A Modells kennt, der wird bezeugen können, dass die Ergebnisse der Arbeit qualitativ eher schlecht sind, die Mitarbeiter oft äußerst frustriert und eine Nacharbeit der Versäumnisse meistens enorm viel Ressourcen verschlingt, bei geringer Effektivität.
Man kann daher nur jedem Projektleiter raten, ein strukturiertes Vorgehensmodell zu wählen.

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #Prozessmodelle, #Softwareentwicklung

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