Das Spiralmodell

Veröffentlicht auf 7. Dezember 2009

Das Spiralmodell ist streng genommen eine Weiterentwicklung des Wasserfallmodells und verbindet dessen Stärken mit Risikomanagement, den Möglichkeiten des Prototyping und weiteren unterstützenden Prozessen.
Mit jedem Zyklus und der gleichen Abfolge von Phasen werden dem Produkt neue Funktionen und Komplexität hinzugefügt und das Produkt weiterentwickelt.

Das Modell wird meist in 4 Quadranten aufgegliedert, die beliebig oft wiederholt werden können:
* Bestimme die Ziele, mögliche Alternativen und Beschränkungen
* Evaluiere die Alternativen, identifiziere und bewerte mögliche Risiken und plane Gegenmaßnahmen
* Entwickle die nächste Produktstufe (Design, Review, Code, Review, Test, Packetierung, Kundepräsentation)
* Plane den nächsten Zyklus (Neue Kundenanforderungen, Projektplan, Konfigurationsmanagement, Testplan, etc.)

Stärken:
* Frühe Einbindung des Kunden
* Kritische und risikobehaftete Funktionen werden zu Beginn implementiert
* Es wird bereits in den ersten Zyklen erkennbar, ob ein Projekt durchführbar ist
* Legt Wert auf die Entwicklung und weniger auf ein perfektes Design
* Verbesserte Kontrolle des Managements über Qualität, Kosten, Ressourcen und Zeitplan
* Auch Performanzverbesserungen oder Risikominimierung können das Ziel eines Zyklus sein
* Geeignet bei komplexen oder unsicheren Anforderungen

Schwächen:
* Nicht geeignet für kleine Projekte oder Projekte mit überschaubarem Risiko
* Risikomanagement Kenntnisse sind erforderlich
* Durch immer neue Anforderungen kommt man nie zu einem Ende
* Durch den hohen Nebenaufwand können solche Projekte schnell teuer werden
* Entwickler werden nur für bestimmte Phasen benötigt und müssen dazwischen anderweitig beschäftigt werden
* Wird oft als zu komplex empfunden

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #Prozessmodelle

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