A fool with a tool is still a fool

Veröffentlicht auf 8. Juni 2009

IT-Projekte sind heutzutage meist größer und komplexer als früher. Es ist deshalb oft zu beobachten, dass Projekte aus dem Rahmen geraten und drohen unkontrollierbar zu werden. Chaos herrscht vor.

Viele Verantwortliche entscheiden sich daher "spontan" für den Einsatz eines Werkzeuges, dass vielleicht die Verwaltung reduziert oder den Mitarbeitern sich ständig wiederholende Arbeit abnimmt.
Die Mitarbeiter versprechen sich davon bessere Arbeitsumstände, die Verantwortlichen mehr Produktivität und vielleicht endlich wieder die Kontrolle über das Projekt zu erlangen.

Irgendwann wird das Werkzeug dann auch groß angepriesen eingeführt, die Erwartungen sind enorm ... doch in der alltäglichen Praxis macht sich letztendlich Ernüchterung breit.
Das Werkzeug entspricht vielleicht nicht ganz den Anforderungen, erste Mitarbeiter kehren wieder zum vorherigen Arbeitsstand zurück, Daten sind nicht mehr auffindbar ... die Werkzeugeinführung ist gescheitert!
Das eine Chaos wurde durch ein neues Chaos ersetzt, der ganze Aufwand war somit umsonst, der Schuldige ist schnell gefunden: Das Werkzeug!

Sinnvoller wäre es gewesen durch Einbindung der Mitarbeiter erst etwas Ordnung in das Chaos zu bringen, durch klare Rollen und Pflichten, schlanke und funktionierende Prozesse und einer gründlichen Evaluierung von entsprechenden Werkzeugen.
Denn auch wenn sich manche Verantwortliche wahre Wunder von einem Werkzeug erhoffen, ein Werkzeug ist nun mal nur so gut oder schlecht wie derjenige der davor sitzt.

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #Tools

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