Fragen sie jemanden, der sich damit auskennt!

Veröffentlicht auf 5. Oktober 2008

Manche Firmen haben sich die schlechte Angewohnheit angeeignet, dass man firmeninterne Probleme intern mit eigenen Mitteln löst und erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, externe Berater einbezieht.

Das Resultat ist meistens, dass jede Abteilung für sich nach eigenen Anforderungen Prozesse und Werkzeuge entwickelt, die von einzelnen Personen mit Fachwissen in der Abteilung getragen werden. Schnittstellen zu anderen Abteilungen mit anderen Anforderungen oder zum Management werden meistens nicht mit eingeplant. Daten werden höchstens intern erhoben und an andere Personen weitergereicht. Da es keine definierten Arbeitsbereiche gibt, testen Programmierer, Tester müssen Daten sammeln und auswerten und Manager versuchen etwas zu steuern, was nicht einmal mehr planbar ist.

Für die Anfangsphase von Projekten reicht diese Lösung meist noch aus, wenn sich der Prozess und das Werkzeug aber erst mal etabliert haben, steigen auch die Ansprüche und der Informationsbedarf.
Hier stoßen die Firmen dann meist an ihre Grenzen und es wird über die Unterstützung durch externer Berater nachgedacht. Diese sollen dann in möglichst kurzer Zeit ein Allheilmittel zur Verfügung stellen, das die Probleme löst.

Dem Berater bleibt aber meist nur die Möglichkeit den Schaden zu begrenzen, für einen Neuanfang oder Umstieg ist es meistens schon zu spät. Zudem tun sich viele Firmen schwer Altlasten über Bord zu werfen, zumal dies auch gegenüber dem höheren Management gerechtfertigt werden müsste.

Die Arbeit des Beraters beinhaltet meistens folgende Maßnahmen:

  • Analyse des Bestandes, der allgemeine Anforderungen und der Schnittstellen
  • Erweiterung der bestehenden Prozesse und Werkzeuge entsprechend den Anforderungen
    (ggf. eine Neueinführung)
  • Bereitstellen und etablieren der Schnittstellen
  • Abstimmung der abteilungsübergreifenden Arbeit
  • Erweiterung des projektweiten Rahmenwerks um Schnittstellen für das Management

Der Kunde besitzt nachfolgend meist folgende Benefiz:

  • definierte und gelebte Prozesse
  • fest definierte Arbeitsbereiche
  • höhere Effizienz
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Verminderung der Kosten
  • höhere Qualität
  • bessere Planbarkeit
  • zufriedenere Kunden

All diese Benefiz hätten aber bereits von Anfang an genutzt werden können. Denn erfahrene Berater können meist auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen und haben eine bessere Übersicht über den aktuellen Stand.
Es kann viel Geld gespart werden, indem nicht jedes mal das "Rad neu erfunden" wird, sondern bereits auf bestehende Techniken, Prozesse und flexible Werkzeuge zurückgegriffen wird.

Jeder Fehler in der Entwicklung von Software wurde in den letzten 20 Jahren bereits gemacht und im Besten Falle auch daraus gelernt.
Nutzen sie dies aus und starten sie bereits bei 20% der Arbeit, anstatt ihr eigenes Rad neu zu erfinden!

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #Expertise

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