Zurück zu Analog!

Veröffentlicht auf 4. Juli 2011

Stellen Sie sich vor, Ihnen ist soeben etwas eingefallen, was Sie heute Abend noch unbedingt erledigen müssen. Was tun Sie intuitiv?
Viele Menschen nehmen ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und schreiben es auf.

Stellen Sie sich nun vor, Sie müssten jemandem etwas erklären und Worte allein reichen nicht aus. Was tun Sie?
Sie zeichnen neben Ihren Erklärungen ein Bild auf, dass den Sachverhalt näher erläutert.

Wieso ist das so? Haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht?

Eine gängige Erklärung ist, dass unser Hirn durch die Koordination von Hand, Augen und Gehirn am Besten funktioniert. Die Verzögerung zwischen Idee und manuelle Ausführung ist nur gering, wir müssen uns keine weiteren Gedanken über die Art und Weise der Ausführung machen. Gleichzeitig wird das visualisierte erneut durch das Auge wahrgenommen und im selben Augenblicke nochmals überprüft. Die nächste Idee kann kommen ...

Stellen Sie sich vor, sie müssten für Ihre Arbeit Ihr Vorgehen planen. Was tun Sie?
Die meisten Büro-Menschen öffnen eine Projektsoftware an Ihrem Computer und fertigen ein Gantt-Diagramm an. Viele haben aber Zweifel daran, vielleicht doch irgendetwas vergessen zu haben oder, ob Ihr Plan überhaupt realitätsnah ist.

Stellen Sie sich nun vor, sie möchten jemanden von etwas überzeugen, Was tun Sie?
Als seriös eingeschätzter Mitarbeiter werden Sie automatisch ein Präsentationsprogramm öffnen und eine Präsentation anfertigen. Das Ergebnis ist meistens eine Aufreihung von Folien mit vielen Informationen, Daten, Statistiken, seitenweise Text und jede Menge Auflistungspunkten. Aber können Sie damit wirklich überzeugen? Wie viel davon bleibt bei Ihren Zuhörern hängen?

Wieso sind die Ergebnisse nicht wie von uns erwartet, kreativ, klar strukturiert, umfassend, ansprechend und in Erinnerung bleibend.

Beliebige Untersuchungen behaupten, dass unser Gehirn daran gehindert wird kreativ zu werden, da unsere Gedanken sich nicht nur mit der aktuellen Aufgabe beschäftigen können, sondern sich gleichzeitig auch noch mit der Art und Weise der Umsetzung beschäftigen müssen. Im Grunde genommen werden mehrere Schritte auf einmal erledigt, wir versuchen eine Aufgabe zu lösen, kreativ zu werden, zu strukturieren und auch noch ein passendes Design zu finden.

Vielleicht ist es wieder an der Zeit den guten alten Schmierzettel wieder aufleben zu lassen. Gehen Sie einen Schritt nach dem Anderen und nutzen Sie ihr Potential besser aus. Für etwas Brainstorming braucht man keine Software und für eine gute Planung und Steuerung reicht auch in vielen Fällen eine einfache Pinnwand aus.

Denken Sie daran, wenn Sie das nächste mal Kreativ werden wollen!

Geschrieben von Robert Bullinger

Veröffentlicht in #Sonstiges, #Projektmanagement

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Torsten von adminbox.de 07/05/2011 08:32



Ein korrekter Beitrag! Ich schreibe auch lieber auf Papier und streiche erledigte Sachen durch. Anstelle von Präsentationen sollte man vielmehr mit Flipcharts/Whiteboards arbeiten und das
"Tafelbild" während des Vortrages aufbauen. Ich finde das überzeugender.


Noch ne ganz andere Sache: Die Schrift hier im Blog ist sehr klein und kaum zu lesen. Vielleicht kann man daran ja mal etwas ändern. Ansonsten: Weiter so!



Robert Bullinger 07/05/2011 10:36



Leider hatte sich gestern zusätzlich noch ein Problem beim Editor eingeschlichen, was ich nicht bemerkt hatte. Ich entschuldige mich dafür. Ich habe das zum Anlass genommen mal ein neues Template
auszuprobieren ...



André 07/04/2011 20:57



Die Usability von Stift und Papier ist immer noch unübertroffen.